Gustav Klimt · Attersee · 1901

Tannenwälder

Eine Wand aus dunklen Stämmen, fast kein Himmel und Dutzende Grüns, die den Schatten atmen lassen Mit Tannenwald I und Tannenwald II, Klimt verwandelt echtes Unterholz in farbenfrohe Architektur.

Zwei Gemälde im Jahr 1901QuadratformatÖl auf LeinwandAttersee-zyklus
Gustav Klimt, Tannenwald I, 1901, Gesamtwerk
Tannenwald I1901 - Gesamtwerk, ohne Umrahmung Kunsthaus Zug, Stiftung Sammlung Kamm.
Schnelle Reaktion

Die “Wälder der” Tannen bilden keine lange nummerierte Reihe, aber zwei sehr enge Ansichten, die im Sommer 1901 gemalt wurden: Tannenwald I, heute in Zug, und Tannenwald II, in Privatsammlung.

KünstlerGustav Klimt
Datum1901
Deutscher TitelTannenwald I/II
TechnikÖl auf Leinwand
Wahrscheinlicher StandortLitzlberg, Attersee
Tannenwald I-Format90,5 × ca. 90 cm
Erhaltung IKunsthaus Zug
Erhaltung IIPrivatsammlung

Nicht zu verwechseln: Das deutsche Wort Tannenwald Wird oft mit "Tannenwald" oder "Tannenwald" übersetzt, während die abgebildeten Bäume allgemein als Nadelbäume oder Fichten beschrieben werden, das wesentliche Thema bleibt dasselbe: ein enger Vorhang aus senkrechten Stämmen.

Visuelle Analyse

Vier Entscheidungen, die schließen, öffnen dann den Wald wieder

Auf den ersten Blick scheint der Raum versperrt zu sein Klimt ordnet jedoch sorgfältig die Lücken zwischen den Stämmen, die Variationen im Durchmesser und die Durchbrüche des LichtsTiefe kommt nicht von einem zentralen Weg: Sie entsteht aus Wert - und Dichteunterschieden.

Vertikale Details des Tannenwaldes I mit Stämmen und grünen Variationen 1234
1

Der Himmel unterdrückte

Die Stämme durchqueren fast den gesamten Platz und treten durch die Oberkante aus Ohne Gipfel und Horizont erlaubt kein Rundblick die Flucht.

2

Ungleichmäßige Vertikale

Bäume bilden kein regelmäßiges Raster Die Intervalle straffen, öffnen und überlappen sich, um einen lebendigen Rhythmus zu erzeugen.

3

Das Licht zwischen den Bäumen

Die gelbgrünen Bereiche und die kleinen Lichteinschläge sind keine einfachen Details: Sie umreißen die Luftkorridore, die der grünen Wand Tiefe verleihen.

4

Der Boden als Schwelle

Unten erscheint ein wärmerer, besser lesbarer Streifen, der das Gemälde stabilisiert, aber zu schmal bleibt, um ein bequemer Weg zu werden.

Grün SchwarzTiefe des Unterholzes
KieferngrünHauptmasse
MoosgrünZwischenpläne
FarngrünLeuchtdurchbrüche
FlechtenDeutlichste Akzente
RindenbraunVertikaler Rahmen
Variationen von Grün

Ein dunkles Gemälde, niemals monochrom

Klimt baut keinen Schatten, indem er einfach Schwarz hinzufügt Es verschiebt die Farbe immer wieder: in den Aussparungen bläulich grün, in den Massen olivgrün, bei Lichtdurchgang durch die Nadeln gelbgrün, am Rand bestimmter Stämme rotbraun Dieser Kreislauf vermeidet gleichmäßige Ebenheit.

Das Licht fällt nicht wie ein Scheinwerfer auf den Wald: Es zersplittert in kleine farbige Atemzüge.

Die Kontraste bleiben eng Gerade das zwingt das Auge zur Entschleunigung Nach wenigen Sekunden fallen bisher verwirrte Passagen auf: Ein kälterer Bereich tritt zurück, ein goldener Hauch schreitet voran, aus einer braunen Silhouette wird ein Stamm.

Das Duo von 1901

Tannenwald I und II: derselbe Grund, zwei Spannungen

Die beiden Gemälde werden gemeinsam auf der XIII. Wiener Secessionsausstellung 1902 gezeigt, es handelt sich nicht um Kopien Klimt bewegt Stämme, modifiziert Lichtdurchbrüche und verändert das Dichteempfinden.

Gustav Klimt, Tannenwald I, 1901
1901 · Kunsthaus Zug

Tannenwald I

Das Zentrum wirkt etwas offener Helles Grün und warmer Boden führen das Auge zwischen voneinander beabstandeten Stämmen, ohne einen expliziten Weg zu bilden, die Konstruktion bleibt kompakt, aber Luft zirkuliert.

Gustav Klimt, Tannenwald II, 1901
1901 · Privatsammlung

Tannenwald II

Die dunkle Wand wird drückender, die hellen Vertikalen stechen mehr hervor und die Öffnung wirkt entfernterDas Auge muss durch mehrere aufeinanderfolgende Bildschirme gehen.

EinrahmungDas Quadrat schneidet in beiden Versionen die Oberseiten.
DichteDie zweite Version wirkt geschlossener und nachtaktiver.
LichtIm ersten Fall sind die Gelb-Grüne stärker verteilt.
EffektIch atme mehr; Es verstärkt das Gefühl der Schwelle.
Vom Nadelbaum bis zur Birke

Fünf Ansichten des Waldes, 1901 -1904

Die Gustav Klimt Datenbank listet fünf "Innenwaldansichten" auf, die vermutlich mit der Umgebung des Bräuhofs in Litzlberg verknüpft sind In wenigen Sommern ging Klimt vom dunkelgrünen Unterholz zu helleren, punktuelleren und fast textilen Oberflächen über.

Buchenwald II, Die Buche, von Gustav Klimt, 1903
1903 · Privatsammlung

Buchenwald II

Ein klarer und kräftiger Stamm konzentriert den BlickDer Wald ist nicht mehr nur eine Masse: Jede Rinde erhält ihre eigene Präsenz.

Buchenwald I von Gustav Klimt, um 1902
Um 1902 · Dresden

Buchenwald I

Der Teppich aus roten Blättern wird fast so wichtig wie die Stämme, die Berührungen vermehren sich und die warme Farbe steigt im Bild.

Birkenwald von Gustav Klimt, 1903
1903 -1904 · Privatsammlung

Birkenwald

Weiße Rinde erhellt den Rahmen Der rot-orangefarbene, mit Blättern gesättigte Boden verwandelt die Natur in ein Mosaik.

1901Tannenwald IKunsthaus Zug, Stiftung Sammlung Kamm
1901Tannenwald IIPrivatsammlung
V. 1902Buchenwald IStaatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister
1903Buchenwald II (Die Buche)Privatsammlung; früher in der Familie Gallia dokumentiert
1903 -04Birkenwald (Buchenwald)Privatsammlung; Datierung variiert je nach Katalog
Mischwald in der Nähe des Attersees in Oberösterreich, aktuelle Fotografie
Ein Wald in der Nähe des Attersees heute: dunkles Unterholz, enge Stämme und gefiltertes Licht Foto Hjanko, CC BY-SA 3.0.
Das wahre Motiv

Rund um den Litzlberg, fernab des goldenen Klimt

Die Gemälde sollen in der Nähe des Bräuhofs in Litzlberg, während Klimts Sommeraufenthalten am Attersee, gemalt worden seinEs gibt keine weltliche Frau, kein Gold, keine spektakuläre Arabeske: nur die Disziplin, ein gewöhnliches Waldgebiet zu betrachten.

Diese Bescheidenheit des Motivs ist entscheidend Klimt sucht keinen Ausnahmebaum Er wählt ein anonymes Ganzes, organisiert dann die Wiederholung Die Landschaft wird modern, weil die Rahmung ein banales Fragment in eine autonome Fläche verwandelt.

Historische Fotografie von Gustav Klimt mit Teleskop am Attersee um 1905

Historische Fotografie. Klimt ist am Atterseeufer mit einem Spektiv dokumentiert, das Bild ist einige Jahre später als Tannenwälder„Aber es hilft, seine Vorliebe für optische Selektion zu verstehen: einen Teil der Landschaft zu isolieren, die Ebenen zusammenzubringen und das zu eliminieren, was die Aufmerksamkeit zerstreut.

Bildliche Konstruktion

Wie Klimt einen Wald auf einem Platz hält

01

Schneiden Sie die Oberteile ab

Durch das Entfernen der Baumkronen vermeidet Klimt das Malerische und gibt ihm das Gefühl, dass der Wald über die Leinwand hinaus weitergeht.

02

Wiederholen ohne Ausrichtung

Vertikalität dominiert, aber jedes Intervall ändert sich Diese berechnete Unregelmäßigkeit verhindert, dass das Bild zu geometrischer Dekoration wird.

03

Überlappen Sie die Grüns

Kalte Farbtöne weichen zurück, Gelbgrüne rücken vor Die Tiefe wird sowohl durch die Farbe als auch durch Überlappung erzeugt.

04

Fragmentieren Sie den Schlüssel

Kleine Linien und Flecken zerlegen Nadeln, Moos und Licht. Aus der Nähe löst sich das Muster; Aus der Ferne formt es sich neu.

Wo kann man die Werke sehen?

Drei sehr unterschiedliche Situationen

Zugänglich nach Hängen

Tannenwald I · Zug

Das Werk gehört der Stiftung Sammlung Kamm und ist mit dem Kunsthaus Zug verbunden, wie bei jeder Sammlung, überprüfen Sie die Hängung, bevor Sie sich speziell dem Gemälde zuwenden.

Amtsblatt
Öffentliche Sammlung

Buchenwald I · Dresden

Diese große Entwicklung des Zyklus gehört zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister Das Museum befindet sich am Albertinum; Die Präsentation kann variieren.

Bereiten Sie den Besuch vor
Pünktliche Sichtbarkeit

Private Handversionen

Tannenwald II, Buchenwald II und Birkenwald Privatsammlungen befinden Sie können während Ausstellungen oder Verkäufen wieder auftauchen, stellen aber keine dauerhafte Reise dar.

Siehe die wissenschaftliche Akte
Im Laden

Finden Sie die Tiefe von Tannenwald I

Die handgemalte Reproduktion greift das fast quadratische Format und die wesentlichen Passagen des Gemäldes auf: braune Vertikale, schwarzgrünes Unterholz, olivfarbene Lichtungen und erwärmter Boden Der untenstehende Link führt zum verifizierten Produkt.

Handgemalte Reproduktion des Tannenwaldes I von Gustav Klimt
Ölreproduktion

Tannenwald I

Ein dichtes, aber ruhiges Bild, geeignet für einen Innenraum, in dem man eine tiefe Pflanze dominant statt eines leuchtenden Grüns haben möchte Das Quadrat behält den von Klimt gewünschten ausgewogenen Rhythmus bei.

Siehe Reproduktion
Häufig gestellte Fragen

FAQs

Wie viele Klimt-Tannenwälder gibt es?

Zwei Gemälde tragen diesen Titel: Tannenwald I und Tannenwald II1901, beide datiert, Sie gehören zu einem größeren Satz von fünf gemalten Waldansichten bis 1904.

Wo ist Tannenwald I?

Es gehört der Stiftung Sammlung Kamm und wird in Verbindung mit dem Kunsthaus Zug, in der Schweiz, aufbewahrt, die Präsentation muss vor dem Besuch geprüft werden.

Wo befindet sich der Tannenwald II?

Die zweite Fassung befindet sich in einer Privatsammlung, sie ist daher nicht dauerhaft in einem Museum sichtbar.

Warum wirkt das Gemälde fast abstrakt?

Der Himmel wird eliminiert, die Gipfel werden abgeschnitten und wiederholte Stämme bedecken die Oberfläche. Dennoch behalten Überlappungen und Farbvariationen eine echte Tiefe.

Hat Klimt in diesen Wäldern Gold verwendet?

Nein, der wertvolle Effekt kommt hier durch die Modulation von Grün, Braun und Gelb Die Tabellen gehen der Bejahung seiner goldenen Periode voraus und begleiten sie, folgen aber einer anderen materiellen Logik.

Sind Bäume wirklich Tannen?

Der deutsche Titel lautet Tannenwald. Je nach Übersetzung und botanischer Bestimmung spricht man von Tannen, Nadelbäumen oder Fichten, die künstlerische Analyse hängt hauptsächlich von der Wiederholung von Stämmen und der Dichte des Unterholzes ab.

Was ist der Unterschied zu Buchenwald und Birkenwald?

Folgende Arbeiten lockern den Rahmen auf, die roten Blätter und die weiße Rinde gewinnen an Bedeutung, während der Boden zu einem Teppich aus bunten Akzenten wird.

Warum verwendet Klimt ein quadratisches Format?

Das Quadrat reduziert den Panorama-Effekt und verstärkt die Autonomie der Oberfläche, es dominiert natürlich keine Achse: Klimt kann die Stämme als kontinuierlichen Rhythmus verteilen.

0 Bemerkungen

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