Gustav Klimt · Beethovenfries · Mittelwand

Feindliche Kräfte Gorgonen, Typhäus und Verlangen

Im Zentrum des Beethoven-Frieses stellt Klimt das Hindernis: Typhäus, die Gorgonen, Krankheit, Wahnsinn, Tod, dann die Gestalten des Verlangens und des ÜberflussesDas ist der trübste Moment des Zyklus: Die Menschheit sucht das Glück, aber zuerst muss sie dieses Theater feindlicher Mächte durchlaufen.

Gustav Klimt, Beethovenfries, Mittelmauer der Feindlichen Kräfte mit Typhäus und den Gorgonen
Gustav Klimt Beethovenfries, zentrale Mauer: Feindliche Kräfte, Typhäus und die Gorgonen, 1901 -1902, Wiener Secession.
1901 -02Entstehung des Frieses
TyphäusFast unbesiegbares Monster
3Gorgonen, Töchter des Monsters
VerlangenVersuchung ebenso wie Hindernis

Die kurze Antwort

Die Mauer, an der die Suche nach Glück auf ihren Albtraum trifft

Feindliche Kräfte Mitteltafel des bilden Beethovenfries Von Gustav Klimt. im Programm von 1902 sucht leidende Menschheit das Glück Der Ritter an der linken Wand muss sich feindlichen Mächten stellen, bevor Poesie, Kunst und der Schlusschor einen Raum der Freude eröffnen können.

Klimt verdichtet diese Kräfte zu einem Bild, das zugleich grotesk, dekorativ und sinnlich ist: Typhäus, ein monströser Riese, nimmt fast die gesamte Wand ein; seine Töchter, die drei Gorgonen, drängen sich neben ihm; dahinter erscheinen Krankheit, Wahnsinn und Tod; auf der rechten Seite stehen Lust, Frechheit und Unmäßigkeit, dann die dünne Gestalt des Nagetieres Sorge.

Was die Tafel so modern macht, ist ihre Mehrdeutigkeit Die Mächte des Bösen sind nicht nur erschreckend: Sie sind auch faszinierend, brillant, dekorativ, fast verführerisch Klimt macht das Hindernis zu einer hypnotischen Oberfläche.

I · Analyse der Mittelwand

Typhäus besetzt den Raum wie eine Masse, die nicht zu umgehen ist

Klimt malt keinen heroischen Kampf Er malt das Hindernis selbst Das Monster springt nicht: Es blockiert den Durchgang Sein haariger Körper, blaue Flügel, Hybridform und feste Augen verwandeln die Wand in eine störende Schwelle.

Der Riese

Typhäus ist der mythische Widersacher, dem selbst die Götter nur schwer gegenüberstehen Klimt macht es zu einer blockierenden, fast an der Wand montierten Macht.

Augen

Der Blick des Monsters fixiert den ZuschauerWir schauen nicht nur auf eine Bedrohung: Die Bedrohung schaut uns an.

Das Dekor

Pelz, Flügel, Schlangen, Schmuck und farbige Oberflächen machen das Böse zu einem attraktiven Material, nicht zu einfacher Hässlichkeit.

II · Die Gorgonen

Weibliche Figuren zwischen Terror und Anziehung

Im Friesprogramm sind die Gorgonen die Töchter des Typhäus, sie gehören zum Monsterregister, doch Klimt malt sie mit verstörender Sinnlichkeit: goldenes Haar, enge Körper, längliche Gesichter, frontaler Blick.

Abbildung Funktion im Fries Warum es mehrdeutig ist
Typhäus Monströse Kraft, zentrales Hindernis, fast unbesiegbare Kraft. Es ist grotesk, aber auch dekorativ und spektakulär.
Die Gorgonen Töchter des Monsters, Figuren der Bedrohung und Faszination. Sie sind sowohl gefährlich als auch optisch ansprechend.
Krankheit, Wahnsinn, Tod Dunkle Köpfe, die den Hintergrund hinter den Gorgonen heimsuchen. Das Böse wird zu einer psychischen Atmosphäre, nicht nur zu einem äußeren Ereignis.
Nagetierproblem Dünne, zurückgezogene Figur, Bild von verschlingender Angst. Nach glänzenden Exzessen zeigt Klimt Erschöpfung.

Schlüssel: Klimt trennt Schönes und Schreckliches nicht klar auf Gorgonen fallen gerade dann ins Auge, wenn sie Gefahr darstellen.

III · Verlangen und Überschuss

Versuchung ist eine feindliche Kraft, weil sie die Suche ablenkt

Rechts vom Monster platziert Klimt weibliche Figuren, die mit Lust, Unpudizität und Unmäßigkeit in Verbindung gebracht werden. Dies ist nicht einfach eine moralische Verurteilung. Das Panel zeigt, dass Verlangen zu einer Falle werden kann, wenn es aufhört, ein Impuls zum Glück zu sein, und zu Absorption, Wiederholung und Übermaß wird.

Lust

Der Körper wird sofort zum Versprechen Klimt macht ihn mächtig, aber niemals unschuldig.

Unverschämtheit

Der moderne Blick kann diese Figur nicht auf eine uralte Moral reduzieren: Er spricht auch von Sichtbarkeit, Provokation und sozialer Angst.

Unmäßigkeit

Übermaß ist dekorativ: Das glänzende Material selbst wird zur Metapher für Überfluss und Überlauf.

Beethovenfries, der Wunsch nach Glück wird besänftigt, Bohle der rechten Wand
Nach dem Test

Verlangen besänftigt

Die rechte Wand zeigt den Ausgang: Poesie, Kunst und Chor verwandeln Schwung in gemeinsame Freude.

IV · Platz im Fries

Warum feindliche Kräfte für die Geschichte von wesentlicher Bedeutung sind

Ohne diese Mittelwand wäre der Fries ein einfacher Aufstieg zur Freude, mit ihr wird er zur Kreuzung: Glück ist nicht gegeben, es erfordert, durch Angst, Impulse, Krankheit, Tod und Sorge zu gehen.

V · Angereicherte Galerie

Sehen Sie feindliche Mächte im ganzen Beethoven

Die Mittelwand wird nie allein verstanden, die folgenden Bilder stellen Typhäus und die Gorgonen in den vollständigen Rhythmus des Frieses, dann an die realen Orte Wiens.

VI · Echte Orte

Siehe den Beethovenfries in Wien

Der Fries gehört zu Belvedere ist aber als Dauerleihgabe im Sezessionsgebäude, in einem eigens dafür gestalteten Raum, sichtbar, das ist wichtig: Er wird nicht als isoliertes Bild, sondern als Erlebnis an einem Ort gedacht.

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Ausweitung feindlicher Kräfte: Beethovenfries, Klimt und Symbolismus

Die Mitteltafel führt natürlich zur Beethoven-Friesesammlung, den Details der rechten Wand, Pallas Athene, der Symbolik und den großen goldenen Werken Klimts.

Häufig gestellte Fragen

Feindliche Kräfte verstehen

Wer ist Typhée im Beethoven-Fries?

Typhäus ist der monströse Riese der Mittelwand, er stellt im Friesprogramm eine fast unbesiegbare feindliche Macht dar, ein großes Hindernis auf der Suche nach Glück.

Wer sind die Gorgonen?

Die drei Gorgonen werden als Töchter des Typhäus dargestellt, sie verkörpern in Klimt bedrohliche, aber auch reizvolle Kräfte, was die Tafel mehrdeutig macht.

Was stellen die Figuren rechts neben dem Panel dar?

Sie werden mit Lust, Unmut und Unmäßigkeit in Verbindung gebracht, gefolgt von Nagetier SorgeKlimt zeigt Verlangen, wenn es zu Übermaß oder Umweg wird.

Warum steht dieses Schild in der Mitte des Frieses?

Denn sie stellt die Prüfung darDie Menschheit kann keine endgültige Freude erlangen, ohne diese Kräfte zu durchlaufen: Angst, Krankheit, Tod, Trieb, Exzess und Angst.

Wo kann man heute feindliche Kräfte sehen?

Der Beethoven Friesland ist im Wiener Secessionsgebäude als Dauerleihgabe von Belvedere sichtbar.

Klimt malt in Feindliche Kräfte den Moment, in dem das menschliche Verlangen auf seine umgekehrte Seite trifft: Angst, Exzess, Krankheit, Tod - aber auch Faszination.

Es ist das schwarze Herz des Beethoven Friesland: Ohne Typhäus und die Gorgonen hätte der letzte Kuss nicht die gleiche Stärke.

Entdecken Sie den Beethoven-Fries

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